SCHATTENRAUM // SCHATTENRAUM // SCHATTENRAUM //  SCHATTENRAUM // SCHATTENRAUM // SCHATTENRAUM // SCHATTENRAUM // SCHATTENRAUM // SCHATTENRAUM // SCHATTENRAUM // SCHATTENRAUM // SCHATTENRAUM // SCHATTENRAUM // SCHATTENRAUM // SCHATTENRAUM // SCHATTENRAUM // SCHATTENRAUM // SCHATTENRAUM // SCHATTENRAUM // SCHATTENRAUM //





44 Gipsplatten
28x 30 x 30 x 5.5 cm
12x 23 x 30 x 5.5 cm
4x 12 x 30 x 5.5 cm
Gesamtgrösse:
319 x 128 cm

3 Fotografien
Digitaldruck
100 x 149 cm

Ausgehend von der Frage, wie ein Schlagschatten, welcher sich als Fläche in den Raum legt, eine Materialität bekommen könnte und selbst körperlich wird, begab ich mich ins Experiment. Ausgangslage war ein nüchterner Seminarraum, der mit seinem Inventar die Bühne für Schattenprojektionen darstellte. Der Schwerpunkt meiner Beobachtungen lag auf der differenzierten Wahrnehmung des Schattens im Raum. Die gewisse Sterilität im Seminarraum ermöglichte mir, die Schattenbilder genau zu untersuchen und mich auf die feinsten Farbnuancen zu fokussieren. Durch diese Bedingungsanalyse des Raums konnte ich handelnd erfahren und Erkenntnisse gewinnen. Diese setzte ich in zwei gestalterische Positionen um, welche die Differenziertheit des Schattens hervorheben. Dabei verfolgen die zwei Arbeiten unterschiedliche Schwerpunkte.


Zum einen bearbeitete ich in einer Installation die dreidimensionale Materialisierung des Schattens. Durch Rausschneiden von Material konservierte ich vergangene Licht-Schattenverhältnisse in räumlicher Form. Die Installation beinhaltet zudem Komponenten des Kartografierens. Ähnlich einer Landkarte bildet sie ein Stück Realität ab, welches transformiert wurde. Bei der fotografischen Arbeit, die während meiner Analyse des Raumes entstand, setzte ich den den Fokus auf das Verhältnis zwischen Objekt und Schlagschatten. Dadurch behandelt sie die Grössenverschiebung und die perspektivische Verzerrung.





Die Feststellung, dass es bei meiner Thematik, einen Schatten zu materialisieren und greifbar zu machen, keine Endergebnisse gibt, begleitete mich während dem gesamten Prozess. Meine Installation kann ich als Vorschlag und Etappensieg werten, jedoch wird es nie eine abschliessende Lösung zu dieser Fragestellung geben. Hier liegt für mich auch gerade der Reiz, sich mit einem chancenlosen Problem gestalterisch auseinanderzusetzen. Diese Erkenntnis stellt für mich eine Methode dar, künstlerisch tätig zu werden und gestalterische Produktivität erleben zu können.